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Ratgeber

Revisionsverwaltung in Fusion 360.

Schluss mit final_final_v3.f3d: Wie du Revisionen, Versionen und Artikelnummern in Fusion 360 wirklich sauber in den Griff bekommst.

Revisionsverwaltung in Fusion 360 mit CadRev — Bauteilliste und Revisionshistorie
CadRev in Fusion 360: Revisionshistorie, Status und Bauteilliste auf einen Blick.
Das Wichtigste in Kürze
  • Fusion 360 hat einen Cloud-Versionsverlauf, aber keine echte Revisionsverwaltung mit Status und Artikelnummern.
  • Dateinamen wie final_v3 scheitern an Eindeutigkeit, Status und Nachvollziehbarkeit.
  • Eine saubere Lösung braucht: eindeutige Stände, Status-Workflow, Artikelnummern, Metadaten und sauberen Export.
  • Ein lokales PDM-Add-in wie CadRev bildet das direkt in Fusion ab — ohne Cloud-Zwang.

Fusion 360 ist stark im Modellieren — aber die Verwaltung von Konstruktionsständen überlässt es dir. Das Ergebnis kennt fast jeder Konstrukteur: Dateinamen wie Halter_v2_final_neu.f3d, Artikelnummern in einer Excel-Liste und im schlimmsten Fall die falsche Revision, die beim Fertiger landet. Dieser Leitfaden zeigt, woran das liegt und wie du eine saubere Revisionsverwaltung in Fusion 360 aufsetzt.

Hat Fusion 360 überhaupt eine Revisionsverwaltung?

Teilweise. Fusion 360 speichert für jedes Dokument einen Versionsverlauf in der Cloud — du kannst zu früheren Speicherständen zurückkehren. Was fehlt, ist eine echte Revisionsverwaltung im konstruktiven Sinn: eindeutige Artikelnummern, ein Status-Workflow, nachvollziehbare Freigaben mit Änderungsgrund und ein Überblick über alle Bauteile hinweg — nicht nur innerhalb eines Dokuments.

Warum Dateinamen scheitern

Dateinamen tragen die ganze Last der Versionierung — und brechen darunter zusammen. Der direkte Vergleich:

KriteriumDateinamenStrukturierte Revisionsverwaltung
Eindeutiger Standunklar (final vs v3)eindeutige Revision
Freigabestatusnicht abbildbarWIP / freigegeben
Änderungsgrundnicht dokumentiertje Revision hinterlegt
Artikelnummernseparate Excel-Listeautomatisch vergeben
Schreibschutzkeinerfreigegeben = eingefroren

Der Status-Lebenszyklus eines Bauteils

Kern jeder Revisionsverwaltung ist ein klarer Status-Workflow. Jedes Bauteil durchläuft drei Zustände:

Status-Lebenszyklus
In Bearbeitung änderbar (WIP) Freigegeben eingefroren / schreibgeschützt Ungültig / Ersetzt aus Export ausgeschlossen Änderung an „Freigegeben" → neue Revision mit Änderungsgrund

Was gute Revisionsverwaltung leisten muss

Eindeutige Stände
Jede Revision identifizierbar, per Zeitreise zu jedem früheren Stand rückverfolgbar.
Status & Freigabe
„In Bearbeitung" und „freigegeben" sauber getrennt; Freigegebenes ist geschützt.
Automatische Nummern
Fortlaufende Artikelnummern ohne Liste und ohne Dubletten.
Metadaten
Material, Lieferant, Bestellnummer hängen am Bauteil — nicht in einer Extra-Datei.
Sauberer Export
Lieferantenordner mit Artikelnummer und Revision im Dateinamen.

So setzt du es in Fusion 360 praktisch um

Diese Kriterien lassen sich direkt in Fusion abbilden — mit einem lokalen PDM-Add-in wie CadRev:

Lokal statt Cloud: CadRev speichert Revisionen, Nummern und Metadaten in einer lokalen Datenbank — ohne Konstruktionsdaten an Dritte zu übertragen. Ideal für NDA-Projekte.

Fazit

Fusion 360 liefert den Versionsverlauf, aber nicht die strukturierte Revisionsverwaltung, die der Alltag braucht. Mit eindeutigen Ständen, Status-Workflow, automatischen Artikelnummern und sauberem Export bringst du Ordnung hinein — direkt in Fusion und ohne teures Enterprise-PDM.

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